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            Eis Geschichte 

        

Ob an heißen Sommertagen als Erfrischung, im Kino oder einfach als Dessert, heute gehört wie selbstverständlich eine Eiscreme zum Genuss und zur Erfrischung dazu. Kaum einer weiss jedoch, dass die eiskalten Köstlichkeiten noch nicht lange für jedermann zugänglich sind und doch gleichzeitig eine sehr alte Geschichte haben.

 

Schon seit Tausenden von Jahren wussten Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen die kalte Speise zu schätzen. Die ersten Überlieferungen über die Vorläufer von Eiscreme 

stammen von den Chinesen und zwar schon aus dem 4.Jahrtausend vor Christus.


In Zeiten ohne Elektrizität, Kühlschrank oder Kühltruhen mussten sich die Menschen einiges einfallen lassen, um Eis für längere Zeit kalt zu transportieren und zu lagern. Denn wahrscheinlich waren die ersten Komponenten des Speiseeises einfaches gefrorenes Wasser und Früchte. Dem heutigen Sorbet ähnlich. Doppelwandige Kühlgefäße oder Eiskeller sind nur einige Beispiele für natürliche Kühlung bei wärmeren Außentemperaturen. 

 

Wer Speiseeis nach Griechenland brachte ist nicht eindeutig nachzuvollziehen. Jedoch ist bekannt, dass der bedeutende Arzt Hippokrates (375 v. Christus) Eiscreme kannte und schätzte. Er lehrte in der Ärzteschule sogar für die heilende Wirkung von Speiseeis zur Belebung der Lebenssäfte und zur Hebung des Wohlbefindens.

Alexander der Große (323 v. Christus) hingegen stärkte seinen Soldaten vor Schlachten mit Eisspeisen, die aus Wein, Honig und Apfelsaft bestanden.


Die weltweite Kenntnis von Eiscreme nahm nur langsam zu. In der Eiscremezubereitung spielte Italien eine wichtige Rolle. Anfang des 1. Jahrhunderts lag Kaiser Nero (68 n. Chr.) viel daran, seinen Gästen Speiseeis vorzusetzen. Er soll eine spezielle Läuferstafette gehalten haben, die aus den Albaner Bergen Schnee ins nahegelegen Rom holte. Mit Rosenwasser, Honig und Früchten versetzt wurde daraus eine eisgekühlte Speise zubereitet. Nach dem Zerfall des römischen Reiches ging das Wissen über die Eisherstellung ersteinmal wieder verloren.

 

Es wird dem venezianischen Weltreisenden Marco Polo (1324 n. Chr.) zugeschrieben, Eiscreme-Rezepte von seinen Forschungsreisen aus China und dem Vorderen Orient nach Italien mitgebracht zu haben. Der Genuss von Eiscreme wird vorrangig den römischen Kaiserhäusern und Königshöfen vorbehalten gewesen sein.


An der Vereinfachung der Kühlung bei der Eisherstellung versuchten sich verschiedene italienische Zuckerbäcker und Konditoren. Mit der kühlende Eigenschaft von Salpetersäure, die dem Roheis beigemischt wurde, fanden sie schließlich die gewünschte Wirkung, die den Raum für neue Eiscremerezepte öffnete. Von nun an war die rasche Verbreitung vorprogrammiert.

 

Als die aus Italien stammende spätere französische Königin Katarina de Medici nach Frankreich ging, um 1533 den französischen Thronfolger Heinrich II zu heiraten, gehörten zu ihrer Begleitung heimische Eiscreme-Hersteller. Dem Brautpaar wurde als Besonderheit bei der Hochzeit eine neue Eiskreation serviert.  

Die italienische Gelaitere fand auch in diesem neuen Land ihre Gourmets und wurde bald schon in Paris bekannt und in anderen europäischen Länder wie England und Deutschland getragen.  

 

Goethe war ein Eiscremeliebhaber, seine Lieblingssorte war das Himbeereis. In Hamburg wurde 1799 die vermutlich erste Eisdiele eröffnet, der Alsterpavillion. Bis die Kenntnis von der neuartigen eiskalten Leckerei nach Amerika gelangte war es dann nicht mehr lang.

 

So sehr sich die Eisrezepturen im Laufe der Zeit auch verändert haben und das Problem der Kühlung erfindungsreich gelöst wurde, so wurde mit der Erfindung der Kühlmaschine doch eine neue Ära in der Geschichte der Eiscremebereitung eingeläutet:

Im 19.Jahrhundert gelang dem Deutschen Carl Linde (1842-<wbr>1934) die Entwicklung der ersten Eismaschinen, wobei Ammoniak als Kältemittel eingesetzt wird. Seitdem wurde die Produktion von Eiscreme durch Maschinen stark ausgeweitet.

 

Zum Glück haben die Großhersteller die kleinen Eisdielen um die Ecke nicht verdrängt. Unterwegs ein paar frische Eiskugeln in der Waffel oder im Eiscafe ein Eisbecher mit Sahne sind Genüsse, die heute ganz einfach und spontan zum Entspannen einladen.

 

Die Manufaktur "Berliner Eisbär" in der Kantstraße 63, Berlin Charlottenburg bietet hochqualitative Eiscremesorten aus original internationalen und eigenen Rezepturen mit besten Zutaten aus eigener Herstellung an.